© Mirjam Dumont

Steckbrief

seit 10/2021
wissenschaftliche Mitarbeiterin im DFG Projekt „Musikvideos, Szenemedien und Social Media – zur Aushandlung von Rassismus im deutschsprachigen HipHop“, Hochschule Magdeburg-Stendal

2019 – 2021
freiberufliche Tätigkeit als Referentin und Dozentin für unterschiedliche Arbeitgeber aus dem öffentlichen Dienst

2015 – 2019
Promotionsstipendiatin im interdisziplinären Graduiertenkolleg Gender & Bildung, Universität Hildesheim und Dissertation über „Eine Szene im Wandel? Rap-Männlichkeiten zwischen Tradition und Transformation“

2012 – 2015
verschiedene Tätigkeiten für freie Träger der Berliner Kinder- und Jugendhilfe, parallel dazu: Graduierte im berufsbegleitenden Promotionsstudiengang Qualitative Bildungs- & Sozialforschung, Otto-von-Guericke Universität Magdeburg

2006 – 2012
Studium der Angewandten Sprachwissenschaften, Politik- und Medienwissenschaften, Universität Hildesheim, Magisterarbeit: „Gangsta-Rap als Mittel zur Identitätskonstruktion im Migrationskontext“

Biografisches

Heidi Süß ist 1986 in der nordostbayerischen Provinz geboren. Aufgewachsen inmitten einer lebhaften kleinstädtischen Subkulturszene kam sie* 1996 erstmalig mit Rapmusik in Kontakt und verbrachte ihre Jugend fortan mit MTV, HipHop-Zeitschriften und Jams im örtlichen Jugendzentrum. Ihre mittelschwere Aggro-Berlin-Depression kompensierte sie mit R&B, Soul-Musik und einem Studium in Hildesheim/Niedersachsen, wo sie allerdings mehr Zeit beim Uni-Sport als mit den Angewandten Sprach-, Politik -oder Medienwissenschaften verbrachte. Durch eine Magisterarbeit über deutschsprachigen Gangsta-Rap wieder mit HipHop versöhnt, zog sie 2012 nach Berlin. Es folgte eine zweigleisige Berufsfindungsphase zwischen Journalismus, freien Trägern der Kinder- und Jugendhilfe einerseits und Promotionsstudiengang an der Uni Magdeburg andererseits, bevor sie sich 2015 erfolgreich um ein Promotionsstipendium im interdisziplinären Graduiertenkolleg Gender & Bildung an der Uni Hildesheim bewarb. In diesem Rahmen entstand die Dissertation über eine „Szene im Wandel? Rap-Männlichkeiten zwischen Tradition und Transformation“ und mit der Zeit ein Forschungsprofil, das sich mit „Kritischer Rap & Männlichkeitsforschung“ überschreiben lässt. Den eigenen biografischen Verwicklungen, Verletzungen und Vorlieben gewahr, versucht sie ihren forscherischen Schwerpunkt seither transdisziplinär, intersektional und kritisch aufzuschlüsseln sowie didaktisch angemessen weiterzuvermitteln – wann immer es ihr passend erscheint auch mit dem nötigen Humor. Der Transfer zwischen Wissenschaft und Praxis ist ihr dabei ein ganz besonders großes Anliegen. Neben wissenschaftlichen Publikationen, Vorträgen und akademischer Lehre referiert und schreibt sie deshalb auch für außer-wissenschaftliche Einrichtungen und Organisationen. Nach mehr als zwei Jahrzehnten Ballsport ist sie außerdem jüngst zum Kampfsport gewechselt und engagiert sich seit 2017 ehrenamtlich als Trainerin im Bereich Boxen. Seit Herbst 2021 arbeitet Heidi Süß im DFG Projekt Rap & Rassismus an der Hochschule Magdeburg-Stendal.